Wandel statt Stillstand – Zwei Mieter verlassen das Depot in Süd, neue kommen – Kunstaustellung geplant

LUDWIGSHAFEN. Rund eineinhalb Jahre nach seiner Eröffnung hat sich das Depot Lu an der Rheinallee etabliert. Für den Frühsommer plant Geschäftsführerin Birgit Stärk eine Kunstaustellung unter dem Titel „Faszination Skulptur“. Dass sich das Depot immer wieder verändert, wie jetzt durch den Auszug zweier Mieter geschehen, sei ganz normal, meint die 53-jährige.

 

Von „Mietern“ spricht Stärk gar nicht gerne. Sondern von „Depotianern“. Einmal in der Woche seien möglichst alle dieser Depotianer für eine Stunde zusammen, erzählen einander Neuigkeiten und planen Aktionen. Wenn sich ein Depotianer verändere und die Entwicklung seines Geschäfts dazu führe, dass er sich mit dem Konzept nicht mehr Wohlfühlt, dann sei es völlig in Ordnung, getrennte Wege zu gehen, sagt Birgit Stärk. „Natürlich ist es schön, wenn alle zehn Jahre zusammenbleiben“, meint sie, „aber ich versuche, Wandel bewusst als etwas Positives zu sehen.“

So ist es geschehen, dass zwei Geschäfte aus dem Komplex an der Rheinallee ausgezogen sind: der Gartenmöbel- und Sonnenschirm-Vertrieb Akzentro GmbH und die Küchengalerie Gallei. Für die nun freigewordenen 120 Quadratmeter hat die 53-Jährige nach eigenen Angaben schon Nachfolger. Da die Unterschriften unter den Mietverträgen allerdings noch fehlen, könne sie noch keine Einzelheiten nennen. Sie gehe von einem Einzug zum 1. Juli aus.

Bis dahin sollen die Flächen von Kunst bespielt werden. Am Samstag, 26. Mai, eröffnet eine Ausstellung mit dem Titel „Faszination Skulptur“, die Stärk gemeinsam mit der Kuratorin Nicoletta Stefan organisiert. Sechs Künstler aus der Region und darüber hinaus zeigen ihre Werke aus Holz, Stein, Ton und Papier. Zu ihnen gehören zum Beispiel der Ludwigshafener Erhard Seiler, die Mannheimer Luana Kroner-Stasek und Gerd Reutter und die Frankenthalerin Gabriele Sann.

In jahrelanger oft mühsamer Arbeit hat Stärk mit ihren Partnern das Projekt gestemmt, aus dem ehemaligen Straßenbahn- und Kulturdepot einen modernen Komplex mit 14 Gewerbe- und 18 Wohneinheiten zu schaffen. Ein Mieter ist die Bäckerei Barbarossa, andere sind eine Tanzschule, eine Musikschule, ein Yogastudio und eine Physiotherapie-Praxis. Auch ihr eigenes Unternehmen, der Innenausstatter „die Stärk“, ist dort angesiedelt. Von „Zufriedenheit“ angesichts des gelungenen Werks möchte die Unternehmerin nicht sprechen. „Das würde Stillstand bedeuten, und wer mich kennt, weiß, dass ich den überhaupt nicht mag.“ In einer Hinsicht ist sie allerdings froh, dass auf gewisse Weise Alltag eingekehrt ist: Das Ende einer jahrelangen Baustelle in der Lagehausstraße sei sehr positiv. Von der seien viele Kunden genervt gewesen. Für den 18. August plant das Depot wieder ein großes Sommerfest für die Bevölkerung

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